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  Progamme: Hörproben und Inhalte  
  Nacht und Träume
Chorleitung: Amei Scheib
Mitwirkende:
Nacht und Traeume
  Frauen und Fremde
Chorleitung: Amei Scheib
Mitwirkende: Tanz, Gesang, Percussion: Joaquina Siquice-Rawe
Frauen und Fremde

Rosig färbt der Horizont sich...
Chorleitung: Amei Scheib
Mitwirkende:
Soli: Gabriele Bernstein
Klavier: Andrea Hermann
Choreographische Ideen: Serafina Stoffel
Choreographische Assistenz: Peggy Daut

Rosig faerbt
Könnt´ich zu den Wäldern flüchten...
Chorleitung: Amei Scheib
Choreographische Ideen: Serafina Stoffel
Diaprojektionen: Sabine Loos
Koennt ich
  Chor Abenteuer Afrika
Chorleitung: Amei Scheib
Mitwirkende: Joaquina Siquice-Rawe und Dede Mazietele mit Les Bantous
Afrika
Die Damen werden 10!
Chorleitung: Amei Scheib
Klavier: Andrea Hermann
Gäste: Gabriele Bernstein , Ulrike Donié, Mona Douale, Vismaya Hensler, Alice Hoffmann Joaquina Siquice-Rawe, Susanne Thewes, Christian Walter
Die Damen werden 10
  Nordlicht überm Balkan
Chorleitung: Amei Scheib
Mitwirkende:
Nordlicht
  Canto General
Chorleitung: Amei Scheib
Mitwirkende:
Canto General
  Wir hab´n ja den Kopf noch fest auf dem Hals!
Chorleitung: Amei Scheib
Mitwirkende:
Canto General
 

 

 

    Nacht und Träume
    Nacht und Träume  
     
 
  • Bald prangt, den Morgen zu verkünden W.A. Mozart
  • Angsttraum Mascha Kaléko
  • Bürotraum Annegret Keller
  • Anrufung des Großen Bären Ingeborg Bachmann
  • Nachts nicht schlafen können Annegret Keller
  • Nachtarbeit aus: EMMA 93
  • Arietta unbekannt
  • Eines Nachts Alice Hoffmann
  • Kiss Jürgen Reitz / Wolf Giloi
  • Rheingold - ein Alptraum Hartmut Fladt
  • Der Spuk Friedrich Hollaender
  • Ich bin die Nacht  Selma Meerbaum-Eisinger
  • Arabeske Claude Debussy
  • Gewisse Nächte Mascha Kaléko
  • Ständchen  Franz Schubert
  • Es ist wunderbar zu fliegen  Jürgen Reitz / Wolf Giloi
  • Ode an eine Nachtcrème   Alice Hoffmann / Werbeprospekte
  • Mister Sandmann  Pat Ballard
  • Gewitternacht Anonyma
  • Zwei Alte Tanten tanzen Tango Georg Kreisler
       
     
 

Veranstalterin: Gleichstellungsstelle der Landeshauptstadt Saarbrücken.

Eine Veranstaltung im Rahmen des Frauenkulturmonats 1993: "Frauentraum -Utopia ?"

 

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    Frauen und Fremde  
     
 
  • 1. ‘Kakiliambe‘ (Senegal) ist der Rhythmus eines therapeutischen Tanzes auf Stelzen. Es handelt sich um eine Art Geisterbeschwörung. Wir kombinieren ‘Kakilambe‘ mit ‘Mupepe‘ der Pygmäen, einem hannonischen Ostinato und Naturlauten.
  • 2. ‘Polegnala e Todora‘ haben wir von der bulgarischen Komponistin Fanya de Stella gelernt. Dieses traditionelle Stück im 11/16-Takt erzählt den Traum eines Mädchens von der großen Liebe.
  • 3. ‘Doxtare Hoyer Ahmadi‘ ist ein altes persisches Hochzeitslied, in dem ‘Yorgolom‘ - die blumenhafte Geliebte in ihrer ganzen Schönheit besungen wird.
  • 4. Das ‘Rosenstück‘ der Jazzkomponistin Gabriele Hasler demontiert einen bekannten Poesiealbumspruch. Mittels sprachlicher Rhythmen und neuer Wortgestalten entsteht eine Auseinandersetzung mit verschiedenen Frauen-Leitbildern.
  • 5. ‘Bambao‘ ist ein lnitiationslied aus dem Südsenegal in der Sprache der Mandinga. Bambao heißt Krokodil und steht als Bild für den Mann. Das Stück ist sehr spöttisch und wird dort von Mädchen gesungen, die ihre ‘Lehrzeit‘ als Frau hinter sich gebracht haben, zu der - zumindest in der Vergangenheit -leider auch die Praxis der genitalen Verstümmelung gehörte.
  • 6. Um einen modernen Reggae aus Mocambique handelt es sich bei ‘Niwone uwe‘. Es ist ein Liebeslied: ‘Ich habe Dich mit meinen Augen und mit meinem Herzen gesehen - Du bist ein wunderbarer Mensch‘.
  • 7. ‘Adios Nonino‘ der berühmte Tango von Astor Piazolla! Es geht, wie immer in dieser Musikgattung aus Argentinien oder Uruguay um Liebe, Macht und Eifersucht.
  • 8. ‘Homeless‘ bedeutet obdachlos und erzählt vom Leben der Ärmsten - auch der ärmsten Frauen in Südafrika. Das Lied ist halb in der Zulu-Sprache und halb in Englisch geschrieben.
  • 9. ‘Mujeres argentinas‘ - ‘die argentinische Frau‘ heißt ein Zyklus von Ariel Ramirez, aus dem das Solo-Lied ‘Alfonsina‘ stammt. Es erzählt die Geschichte der Dichterin Alfonsina Storni, die den Weg ihrer Einsamkeit gegangen ist und sich für den Tod entschieden hat, die sich nun am Grunde des Ozeans in Gesellschaft phosphorfarbener Seepferdchen dem Rufen und Suchen ihrer FreundInnen entzieht.
  • 10. ‘Waldruhe‘ - das Terzett der Komponistin Fanny Mendelssohn-Hensel ist eine typisch romantische Komposition. Thema ist die Entfremdung des Menschen von der Natur und die Sehnsucht nach ‘Eingedenken‘‚ d.h. nach einem todesähnlichen Schlafen, welches eine Art unterbewußtes Erinnern und Glück gleichermaßen beinhaltet.
  • 11. Textrezitation ‘Eine Flüchtlingsmutter sang‘ (Hildegard Wohlgemuth).
  • 12. ‘Véselite‘ wurde von der rumänischen Komponistin Myriam Marbä auf der Basis eines altbyzantinischen Auferstehungsritus komponiert. Diese alten Riten werden heute noch in Rumänien von Frauen praktiziert und gesungen und verweisen auf Uberreste eines matriarchalen Denkens, das geprägt war von stärkeren Anbindungen an naturhafte Vorgänge. Schönheit der Natur, Tod und Auferstehung stehen im Zentrum dieses Stückes, das durch alle melodischen Elemente und Improvisationen musikalisch gestaltet wurde.
  • 13 Textrezitation ‘Zonas erogenas‘ (Gioconda Belli).
  • 14. ‘Rosarito Vera Maestra‘ (Ariel Ramirez/Felix Luna) ebenfalls aus dem Zyklus ‘Mujeres argentinas‘ erzählt die Geschichte einer Lehrerin, die ihre Utopien im Kleinen verwirklichen will und deren Traum es daher ist, den Kindern Lesen, Schreiben und Rechnen beizubringen.
  • 15. ‘Kule kule quatinova‘ ist ein Antiapartheid-Lied aus Mocambique in der Sprache der Schona.
  • 18. ‘Friedenslied‘ aus Aserbaidschan: ‘Kommt laßt uns kämpfen in der ganzen Welt, daß sie niemals in Schutt und Asche fällt...‘

Frauen und Fremde Bild 1

Nacht und Träume
       
     
 
So ist für den Chor die Begegnung mit anderen Kulturen eine Herausforderung. Neues kennen lernen, Begegnungen zulassen, sich dem Lebensgefühl der Frauen anderer Länder zu nähern. Gleichzeitig reflektieren wir über eigene Fremdheiten und über die von Frauen in unserer Gesellschaft. In der Arbeit an dem Programm macht der Chor neue Erfahrungen mit fremden Rhythmen, anderen Sprachen, Improvisationen. Das Programm umfasst Werke aus afrikanischen Ländern, Ländern des Balkan, des Orients, aus Lateinamerika und aus unserem eigenen Kulturraum. Beim afrikanischen Teil werden die Frauen unterstützt und tänzerisch angeleitet durch Joaquina Siquice-Rawe, ehemalige Primaballerina aus Mozambique.

In Rumänien ist es seit Jahrhunderten Tradition. dass Frauen ihre Arbeit und ihre rituellen Handlungen bei Beerdigungen und in der Kirche gesanglich begleiten. In dieser Tradition steht der Auferstehungsritus von Myriam Marbé, der an orthodox-byzantinische Kirchenmusik anknüpft. Auch ein Hochzeitslied aus Persien, ein Friedenslied aus Aserbaidschan und ein Tango aus Südamerika sind zu hören. Aus dem deutschsprachigen Bereich singt der Chor ein Lied von Fanny Mendelssohn-Hensel und Werke von zeitgenössischen Komponistinnen.

  Frauen und Fremde Bild 2  
   

   

 

 

    Rosig färbt der Horizont sich...  
       
 
  1. Im Himmel spielt auch schon die Jazz-Band * (Kálmán)
  2. Beenekens (Kollo / Waldoff)
  3. Chor der Fräuleins (Fortner / Kästner)
  4. Lied eines Freudenmädchens (Eisler / Brecht)
  5. Alabamasong (Weill / Brecht)
  6. Lied der Kupplerin (Eisler / Brecht)
  7. An Anna Blume (Schwitters)
  8. Kinder, heut abend da such ich mir was aus (Hollaender / Liebmann)
  9. Shimmy: Kitten on the keys (Confrey)
  10. Ich weiß nicht zu wem ich gehöre * (Hollaender / Liebmann)
  11. Ob blond, ob braun * (Stolz / Marischka)
  12. Eifersuchtsduett (Weill / Brecht)
  13. Ein guter Freund * (Heymann / Gilbert)
  1. Meine Schwester und ich * (Weill / Brecht)
  2. Das Mädchen mit den Schwefelhölzchen (Hollaender)
  3. Finstre Zeiten * (Eisler / Brecht)
  4. Sozusagen grundlos vergnügt (Kaléko)
  5. Cake-Walk: The eight o’clock (Rudisill)
  6. Lied von der belebenden Wirkung des Geldes * (Eisler / Brecht)
  7. Putting on the Ritz * (Berlin)
  8. Stempellied (Eisler)
  9. Bankenlied (Eisler / Clément)
  10. Raus mit den Männern (Hollaender)
Bild 3
Nacht und Träume
       
     
 

 Frauen und das Frauenbild der zwanziger Jahre waren Ausgangspunkt für das Programm ‘Rosig färbt der Horizont sich...’. An der Art und Weise wie sie aktiv waren in Kunst und Politik, wie sie dargestellt wurden in Musik, Film, bildender Kunst und Literatur zeigt sich eine große gesellschaftliche Veränderung: die Zwanziger Jahre waren eine Zeit der Auf- und Umbrüche, eines neuen Selbstverständnisses von Frauen und ihrer Rolle in der Gesellschaft. Nur kurz dauerte allerdings die von uns so bewunderte Aufbruchstimmung: Arbeitslosigkeit, Weltwirtschaftskrise und Nationalsozialismus setzten auch den Träumen der Frauen klare Grenzen.

Trotzdem: nach dem ersten Weltkrieg lockerte sich erst einmal die Moral. Marlene Dietrich konnte es wagen, sich rittlings auf einen Stuhl zu setzen und zu bekennen, dass sie von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt sei. Ganz in diesem Sinn erklärt der Chor, dass er ob blond, ob braun - alle Frauen liebt!

Eingeklemmt in das starre Korsett einer patriarchalen Gesellschaftsordnung wurden insbesondere sozial schwache Frauen - wir denken an die allzeit verfügbaren Dienstmädchen - auch sexuell ausgebeutet. Mittellose Künstlerinnen erwiesen sich angesichts des glitzernden Mammons weder moralisch noch - gegen Ende der Republik - als politisch gefestigt. ‘Lied eines Freudenmädchens’, ‘Lied der Kupplerin’ und ‘Meine Schwester und ich’ erinnern an die schwierige Situation vieler Künstlerinnen und an die sexuelle Ausbeutung von Frauen.

Bild 2

Auf der Seifenblase eines kurzen Wirtschaftswunders tanzten findige Unternehmer, aber auch Schieber und Kriegsgewinnler. Die im Dunklen waren Arbeitslose, Kriegsversehrte, Witwen und Waisen. Von der Armut erzählt das ‘Lied vom bettelnden Kind mit den Schwefelhölzern’. Das ‘Stempellied’ der Arbeitslosen ist wieder sehr aktuell und in ‘Puttin on the Ritz’ wissen die Snobs der feinen Gesellschaft oder solche, die es gerne wären, sich zu präsentieren.

Auf dem Tanzparkett waren der ‘Shimmy’ und der ‘Cake-Walk’ der letzte Schrei. Hier zeigten sich deutlich afroamerikanische Einflüsse, die auch durch den Jazz - damals eine Musik für ganz Ausgeflippte - bestimmend wurden. ‘Shimmy’ bedeutet ‘Becken’ und ‘Sex’. Die Deutschen vereinnahmten das Wort und machten ‘Jimmy’ daraus, was die Herkunft des Tanzes unterstrich. Becken und Rumpf wurden isoliert rhythmisch geschüttelt. Diese Art sich zu bewegen widersprach dem traditionellen europäischen Tanz, bei dem sich - wie beim Walzer - Mann und Frau harmonisch gemeinsam drehen und wiegen. Nun tanzte jede auch allein und ‘machte, was sie wollte’, was obrigkeitsstaatlichem Denken und den traditionellen Tanzschulen ein Dorn im Auge sein musste. Die Tanzlehrer versuchten krampfhaft wilde Emotionen und hemmungslose Bewegungen zu bändigen und so mündete der Shimmy im Foxtrott und in Elementen anderer Standardtänze. Beim Cake-Walk haben sich ursprünglich die farbigen Sklaven auf den Plantagen der Südstaaten über ihre Herrschaften lustig gemacht. Ursprünglich wurde ein Strich auf den Boden gezogen oder ein Seil auf die Erde gelegt, und die Farbigen machten unter den anfeuernden Rufen ihrer Freunde ihre weißen Herren nach. Für die beste Darbietung erhielt der Gewinner ein Stück Kuchen - daher der Name ‘Cake-Walk’. Die Parodien gelangen offensichtlich so vorzüglich, dass die Herrschaften die grotesken Bewegungen übernahmen und begannen, sich ebenso zur Musik zu bewegen.

   
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  Könnt ich zu den Wäldern flüchten...  
       

 I  Vier Gesänge für Frauenchor, zwei Hörner und Harfe  (Johannes Brahms)

1. Es tönt ein voller Harfenklang
2. Song from Twelfth Night
3. Der Gärtner ( Download 1.490 kb /MP3)
4. Gesang aus Fingal

II Intermezzo (Robert Schumann)

Aus “Ein Faschingsschwank aus Wien“

5 Fantasiebilder für Klavier

III  Er, der herrlichste von allenAus “Frauenliebe und Leben“. Liederzyklus für Frauenstimme und Klavier     (Robert Schumann)

IV Wir winden dir den Jungfernkranz Aus “Der Freischütz“   (Carl Maria von Weber)

V Im Walde   (Robert Schumann) für Frauenchor und Klavier

VIII   Ständchen   (Franz Schubert) für Frauensolo, Frauenchor und Klavier

IX Fünf Terzette           (Fanny Hensel)

X  November     (Fanny Hensel) Aus dem Klavierzyklus “Das Jahr“

XI Auf dem See     (Fanny Hensel) für Singstimme und Klavier

XII Faust     (Fanny Hensel) Kantate für Frauenchor, Sopransolo und Klavier

Nacht und Träume
       
     
 

Chorliteratur, Lieder und Klaviermusik der deutschen Romantik stehen im Mittelpunkt des Programms "Könnt´ich zu den Wäldern flüchten". Werke von Johannes Brahms, Franz Schubert, Robert Schumann und Carl Maria von Weber gelangen zur Aufführung. Die Komponistin Johanna Kinkel kommt mit zwei Liedkompositionen zu Wort.

 

Bild 2
 
  Bild 1 Der zweite Teil des Abends ist weitgehend der Komponistin Fanny Hensel geb. Mendelssohn gewidmet. Die Erarbeitung ihrer Werke, aber auch die der anderen KomonistInnen war dem Chor über zwei Jahre hinweg eine würdige und anspruchsvolle Aufgabe. Neben der Musik hat sich der Gemischte Saarbrücker Damenchor mit den historischen Begebenheiten der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts befasst und dem in Texten, Vokalwerken und Bildern präsenten Frauenbild der Zeit auseinander gesetzt..
   
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    Nacht und Träume
  Chor Abenteuer Afrika  
     
 
  1. Ayangena D+H
  2. We are the woman D
  3. Tshosholoza stimela  H
  4. Siyahamba  D
  5. Deegatir   D+H
  6. Sikuyo D
  7. Batheli Bonke  H
  8. Kuweleka D
  9. Thula  D - kleines Ensemble
  10. Zukuta Joaquina Siquice-Rawe, Solo
  11. Unzima lomthwalo H
  1. Homeless D
  2. Tsche Tsche Kule D: Kleines Ensemble
  3. Mbube  H
  4. Kule Kule Quatinova  D
  5. Uzeze mame D: Kleines Ensemble
  6. Nginesi Ponomo D+H
  7. Gwendete D
  8. Niwone Uwe D
  9. Malaisha D
  10. Erile  H
  11. Nkosi Sikelel’i Afrika D + H
       
     
 

Der Gemischte Saarbrücker Damenchor und der Gemischte Saarbrücker Herrenchor lassen sich gemeinsam auf das Abenteuer ein, Lieder aus dem südlichen Afrika zu singen.

Afrika, die Wiege der Menschheit, bietet uns heute die Möglichkeit, uns auf unsere Ursprünge zurück zu besinnen.

 Die Musik Afrikas, die sich in den Rhytmen und Melodien sämtlicher populären Musikrichtungen wiederfindet, setzt in uns Gefühle verschiedener Art frei.

Vor allem aber bewegt sie  und animiert uns dazu, uns zu bewegen.
Bild 1

   
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Nacht und Träume

 

    Die Damen werden 10!  
     
   

1  Zwei alte Tanten Musik / Text: Georg  Kreisler / Ulrike Donié, Soli: Gabriele Bernstein, Ulrike Donié, Alice Hoffmann (aus: Nacht und Träume)

2 Nachts nicht schlafen können Musik / Text: Annegret Keller / Arthur Troppmann, Querflöte: Susanne Thewes, Kontrabass: Christian Walter (Nacht und Träume)

3 Mr. Sandmann Text / Musik: Pat Ballard, Kontrabass: Christian Walter (Nacht und Träume)

4 Rosenstück Musik / Text: Gabriele Hasler (aus: Frauen und Fremde)

5 Alfonsina y el mar Text / Musik: Ariel Ramierez / Felix Luna, Gesang: Amei Scheib, Tanz: Mona Douale (aus: Frauen und Fremde)

6 Flüchtlingsmutter Text: Hildegard Wohlgemuth, Performance: Peggy Daut, Joaquina Siquice-Rawe, Rezitation: Gabriele Bernstein, Uschi Guht, Amei Scheib (aus: Frauen und Fremde)

7 Cantec-Veseliti-va Musik: / Text Myriam Marbé / Altrumänisches Fragment (aus: Frauen und Fremde)

8 Rosarito Vera maestra Musik / Text / Bearbeitung: Ariel Ramirez / Felix Luna / Amei Scheib (aus: Frauen und Fremde)

9 The Eight O’Clock Rush Musik: Bess Rudisill  (aus: Rosig färbt der Horizont sich)

10 Chor der Fräuleins Musik / Text: Wolfgang Fortner / Erich Kästner (aus: Rosig färbt der Horizont sich)

11 Lied von der belebenden Wirkung des Geldes Musik / Text / Bearbeitung: Hanns Eisler / Bertolt Brecht /Hartmut Fladt / Amei Scheib (aus: Rosig färbt der Horizont sich)

12 Ob blond, ob braun Musik / Text / Bearbeitung: Robert Stolz / Ernst Manischka / Amei Scheib (aus: Rosig färbt der Horizont sich)

13 Eifersuchtsduett Musik / Text: Kurt Weill / Bertolt Brecht, Gesang: Christine Buser, Brigitta Kilian-Cazangiu (aus: Rosig färbt der Horizont sich)

14 Ein Freund, ein guter Freund Musik / Text / Berarbeitung: Richard Heymann / Robert Gilbert / Amei Scheib (aus: Rosig färbt der Horizont sich)

15 Raus mit den Männern aus dem Reichstag Musik / Text: Friedrich Hollaender, Solo: Gabriele Bernstein (aus: Rosig färbt der Horizont sich)


    ------------ Pause ------------------

     Terzette Musik: Fanny Hensel

    (aus: Könnt’ ich zu dem Wäldern flüchten)

    1 Frühzeitiger Frühling Text: Johann Wolfgang von Goethe

    2 Wiedersehn Text: Johann Gustav Droysen

     3 Abschied Text: Heinrich Heine

    4 Wand'l ich in dem Wald Text: Heinrich Heine

    17 Auf dem See Musik / Text: Fanny Hensel / Johann Wolfgang von Goethe, Gesang: Vismaya Henseler (aus: Könnt’ ich zu dem Wäldern flüchten)

    18 Sikuyo Musik / Text: Emily Crocker / trad. afrikanische Lyrik  (aus: Abenteuer Afrika)

    19 Homeless Musik / Text / Bearbeitung: Paul Simon / Joseph Shabalala / Amei Scheib, Soli: Dorothee Chadzelek, Joaquina Siquice-Rawe, Anne Teufel  (aus: Abenteuer Afrika)

    20 Kule kule quatinova Musik / Text / Bearbeitung: Mocambique / Zimbabwe trad. / Amei Scheib /Joaquina Siquice-Rawe, Solo: Joaquina Siquice-Rawe  (aus: Abenteuer Afrika)

    21 Nkosi sikelel’i Afrika Musik / Text / Bearbeitung: Enoch Sotonga / Amei Scheib  (aus: Abenteuer Afrika)

 

 

       
     
 

Ein Geburtstag will gefeiert werden. Der Gemischte Saarbrücker Damenchor hat sich entschlossen, das mit einem Festprogramm zu tun. Zu hören und zu sehen sind Ausschnitte der künstlerischen Programme aus 10 Jahren.

Fünf in ihrer künstlerischen Qualität ganz unterschiedliche Programme haben wir in dieser Zeit zur Aufführung gebracht, denen allerdings auch einiges gemeinsam war: Sie waren für Frauenchor konzipiert, brachten häufig die Werke von Frauen zur Aufführung, warfen einen frauenspezifischen Blick auf traditionelle Kulturgüter und setzten sich historisch-kritisch mit Weiblichkeitsbildern auseinander.

 
 
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    Nordlicht überm Balkan  
       
 

Der Gemischte Saarbrücker Damenchor singt in diesem Programm Musik aus Nord- und Ost- bis Südeuropa: Aus Skandinavien, Tschechien, Ungarn, Rumänien und den Balkanstaaten. Der Polarkreis ist der nördlichste und Griechenland der südlichste Zipfel unserer musikalischen Reise.

Zu den Inhalten:

Mit diesem Prgramm beabsichtigt der Chor eine Annäherung an ferne europäische Welten. Wir tun dies insbesondere durch die Beschäftigung mit den volksmusikalischen Traditionen dieser Länder. Über die Musik bemühen wir uns um die Erfassung von Elementen der Lebenswelten, insbesondere von Frauen. Die gewährten Einblicke erlauben uns gemeinsame Inhalte in den Musikstücken und den Musikkulturen zu sehen, aber auch Differenzen wahrzunehmen und Spezifisches im kulturellen Ausdruck zu erfassen.

 

Nacht und Träume
 

Es geht dabei um Naturerfahrung im Jahreskreis, Grundelemente Wasser, Erde. Licht, Luft und Feuer, Naturschönheit, Rituale im menschlichen Leben zu den Themen Liebe und Tod, Armut und Gewalterfahrung, insbesondere von Frauen, aber auch Liebe zur jeweiligen Heimat.

Nordlicht überm Balkan ist ein Weltmusikprogramm; das Chormaterial besteht aus Folklore dieser Länder und zeitgenössischen Kompositionen. Die Stücke sind anspruchsvoll arrangiert, meist erarbeitet von anerkannten SpezialistInnen dieser Länder. Es wurde in weiten Teilen vor Ort recherchiert und ist in der Regel hierzulande unbekannt. Wir tragen die Kompositionen in mehr als 10 verschiedenen europäischen Sprachen vor.

Bild 1
 
   
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    Canto General  
       
 

Zusätzlich im Programm dieses anspruchsvollen Konzertes:

Lieder aus Lateinamerika                 Musica Interior

Marimba Spiritual                          von Minoru Miki

Nacht und Träume
       
     
 

Die Musik komponierte der berühmteste Komponist Griechenlands: Mikis Theodorakis.

Der Text, in spanischer Originalsprache gesungen, ist von Literaturnobelpreisträger Pablo Neruda.

Inhaltlich beschreibt das Werk die Geschichte Lateinamerikas, weshalb die Musik von Mikis Theodorakis auch Anklänge an die lateinamerikanische Musik gesucht und sehr schön realisiert hat.

Für eine Aufführung, die den hohen qualitativen Ansprüchen des Werkes gerecht wird, ist ein großer Chor, keinesfalls unter 60-70 Sängerinnen und Sängern, zuzüglich zahlreicher Instrumentalisten, sowie 2 Gesangsolisten notwendig.

Der Gemischte Saarbrücker Damenchor und der Gemischte Saarbrücker Herrenchor (90 SängerInnen), beide unter der künstlerischen Leitung der Musikwissenschaftlerin Amei Scheib, proben 1 1/4 Jahre für die Aufführung dieses Werkes. Musikalisch könnte man den Canto mit einem Requiem oder der Misa Criolla vergleichen.

Die WIKIPEDIA Infos zum Canto General mit Querverweisen
Infos zum Canto General von Guy Wagner
Zur Entstehung des Canto General
Ein Interview mit Mikis Theodorakis über den Canto General
Eine kurze sachliche Biografie von Pablo Neruda

   
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  Wir hab´n ja den Kopf nocht fest auf dem Hals
       
 

Eine Chorkollage der 50er Jahre

Canto General
     
 

"Wohl kaum ein Jahrzehnt nach dem 2. Weltkrieg, das so widersprüchlich, so spannend und so irritierend war wie die 50er“ schreibt die SZ am 04.05.09 mit Blick auf den 60. Jahrestag der BRD. Mit seinem neuen Programm „Wir hab’n ja den Kopf noch fest auf dem Hals“ bringt der Gemischte Saarbrücker Damenchor unter Leitung von Amei Scheib genau dieses widersprüchliche Lebensgefühl musikalisch auf die Bühne.
Die Spannungen und Irritationen der Gründerzeit der Bundesrepublik inszeniert der Chor einerseits mit selbst recherchierten, wenig bekannten und von Amei Scheib  neu und eigens für Chor arrangierten Kabarettstücken aus dem Kabarettmuseum in Mainz. Andererseits ertönen bekannte Schlager, einst geträllert von Conny Froebess, Peter Alexander oder Freddy Quinn. Der musikalische Einfluss der „Amis“ mit ihren Swingrhythmen ebenso wie der französische Einfluss in unserer Region mit seinem Chanson, die Sehnsucht der Deutschen nach der Ferne, das Heimweh der ersten italienischen Gastarbeiter, all dies findet sich in diesem Projekt. 

Das Publikum geht musikalisch mit auf eine Zeitreise, in deren Mittelpunkt ganz oft ein Frauenleben steht. Die NS-Zeit und den Krieg noch in den Knochen, viele traumatisiert, die Trümmer gerade erst weggeräumt erleben sie in rasendem Tempo die Teilung Deutschlands, das Wirtschaftswunder und die Integration in das westliche Bündnis. Während die einen noch auf ihre Männer aus der Kriegsgefangenschaft warten, richten sich die anderen schon ein im „trauten“ Heim „als höchstem Lebensglück“. Das „Marschlied 1945“, „Das Lied der Steinklopferinnen“ und „Das Lied vom Warten“ bringen dieses Lebensgefühl zum Ausdruck. Das Wirtschaftswunder ist nicht aufzuhalten, „Geh’n Sie mit“ heißt es dann auch im Konjunktur Cha Cha Cha. 1955 rollt der millionste VW-Käfer vom Band, die ersten Fernsehapparate stehen  in deutschen Wohnzimmern, neben Nierentisch und Tütenlampen. Nach all den dunklen Jahren ist die Lust groß, das Auto voll zu packen und „dann nichts wie raus zum Wannsee“ oder an die Strände Italiens zu fahren. Die gleichzeitig wieder wachsende Kriegsgefahr und die atomare Bedrohung werden meist verdrängt, wenn es auch Widerstand gibt gegen die Gründung der Bundeswehr und die Pläne ihrer atomaren Bewaffnung 1957. Der Chor präsentiert dazu den „Weltuntergangsblues“.

Irritierend und widersprüchlich wie diese Zeit so versteht sich das neue Programm des Gemischten Saarbrücker Damenchors: ein Wechselbad zwischen Lachen und Nachdenklichkeit, zwischen Mitsingen wollen und bisweilen schmerzhaft erinnertem Zuhören.


   
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